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Der Jahrestag der Befreiung in der Gedenkstätte Ravensbrück
Die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück begeht jährlich, in Anlehnung an das historische Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück durch die Rote Armee am 30. April 1945, den Jahrestag der Befreiung. Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit dem Internationalen Ravensbrück Komitee ausgerichtet.
Im Mittelpunkt steht die zentrale Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen von Überlebenden sowie Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft. Im Anschluss findet eine Kranzniederlegung am Ufer des Schwedtsees statt. Das Wochenende wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Ausstellungen, Rundgängen, Lesungen und weiteren Formaten begleitet.
81. Jahrestag der Befreiung 2026
Am Wochenende vom 1. bis 3. Mai 2026 erinnert die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück an die Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Das vollständige Programm wird in Kürze veröffentlicht.
Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 3. Mai 2026, um 10 Uhr statt und wird simultan in Deutsch, Englisch, Polnisch und Französisch gedolmetscht. Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen. Weitere Informationen finden Sie hier: Zentrale Gedenkveranstaltung
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Anmeldeschluss ist der 26. April 2026.
Die Anmeldung erfolgt über das folgende Formular:hier anmelden
Historischer Hintergrund
Kurz vor Kriegsende evakuierten das Internationale, Schwedische und Dänische Rote Kreuz rund 7.500 Häftlinge nach Schweden, in die Schweiz und nach Frankreich. Aufgrund eines Räumungsbefehls wurden die verbliebenen 20.000 Häftlinge in Marschkolonnen Richtung Nordwesten getrieben. Viele starben auf diesen Todesmärschen. Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ravensbrück und die dort etwa 3.000 zurückgelassenen Kranken.
Aber mit der Befreiung endete das Leid für viele Frauen, Männer und Kinder nicht. Viele von ihnen starben noch in den folgenden Wochen, Monaten und Jahren. Die Überlebenden litten oft jahrzehntelang unter den Folgen ihrer KZ-Haft.
Nach der Befreiung übernahm die sowjetische Armee weite Teile des ehemaligen Konzentrationslagers. Seit 1948 bemühten sich ehemalige Häftlinge und die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes darum, zumindest den Bereich um das Krematorium zu erhalten und zu einem Ort des Gedenkens umzugestalten. Im September 1948 fand dort die erste Gedenkfeier statt. Solche Gedenkfeiern wurden fortan jährlich veranstaltet und bieten bis heute Raum für Begegnung, Gedenken und Austausch.








