Sound in the Silence – Raise your Voice
Das Performance-Projekt „Sound in the Silence – Raise Your Voice“ ermöglicht Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine künstlerische und persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Ausgangspunkt ist die Lebensgeschichte der Ravensbrück-Überlebenden Emmie Arbel, die in der Graphic Novel „Die Farbe der Erinnerung“ von Barbara Yelin festgehalten wurde.
Nach dem Kennenlernen des historischen Ortes bei einem Rundgang und Ausstellungsbesuch erhalten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops (Tanz, Rap, Sound, Stimme) die Möglichkeit, sich ihren Gedanken und Gefühlen bewusst zu werden und Wege zu finden, diese künstlerisch auszudrücken. Im Mittelpunkt steht die Ermutigung, eine eigene Stimme und Haltung zu entwickeln sowie Bezüge zur eigenen Biografie und zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen herzustellen.
Begleitet vom Bildungsteam der Gedenkstätte sowie dem künstlerischen Team unter der Leitung des amerikanisch-jüdischen Rappers Dan Wolf entsteht schließlich eine Performance – als neue Form der Erinnerung jenseits standardisierter Rituale.
Kooperationspartner sind das Berliner Theater Strahl, dessen Jugendensemble die Impulse der Workshops im Stück „Manche Sachen weiß ich, aber ich erinnere mich nicht“ aufgegriffen hat, sowie die Gedenkstätte Osthofen, in der Ende August 2025 eine weitere Ausgabe von „Sound in the Silence: Raise your Voice“ stattgefunden hat.
Im Juni 2026 kehrt das Projekt an die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zurück: Studierende der Freien Universität Berlin und der Hochschule Coburg entwickeln gemeinsam eine neue Performance. Die öffentlichen Abschlussperformances finden am 19. Juni um 17 Uhr und am 20. Juni um 11 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück statt. Im Anschluss sind alle Zuschauer*innen zu einem Nachgespräch mit den Performer*innen eingeladen.
„Sound in the Silence – Raise Your Voice“ wird von der Stiftung EVZ sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert“ gefördert.
Projekt "Siemens @ Ravensbrück"
Wie viele andere deutsche Unternehmen beschäftigte auch Siemens & Halske während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter:innen. Um sich mit diesem Kapitel der Unternehmensgeschichte auseinanderzusetzen, wurde das Projekt „siemens@ravensbrück“ ins Leben gerufen.
Die Werner-von-Siemens-Werkberufsschule der Siemens Professional Education Berlin (SPE) initiierte das Projekt 2010 in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, den Berliner Betriebsräten der Siemens AG und dem Berliner Büro der Leitung.
Im Rahmen dieses Bildungsprojekts haben Schüler:innen und Studierende der Siemens Professional Education Berlin die Gelegenheit erhalten, mit Überlebenden des Konzentrationslagers Ravensbrück ins Gespräch zu kommen – darunter auch Frauen, die als Zwangsarbeit für Siemens & Halske geleistet haben.
Schüler und Studenten der Siemens Professional Education Berlin und hatten im Rahmen des seit 2010 laufenden Projektes mehrmals die Gelegenheit, Überlebende des Konzentrationslagers-Ravensbrück zu treffen, von denen einige auch für Siemens & Halske Zwangsarbeit geleistet haben.
Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt werden fortlaufend auf der Projekt-Website www.projekt-ravensbrueck.com dokumentiert.

