Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Verleihung des Verdienstordens des Landes Brandenburg an Richard Fagot
15. Juni 2026
Richard Fagot, Überlebender der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen, wurde am vergangene Freitag in Potsdam durch Ministerpräsident Dietmar Woidke für sein Engagement als Zeitzeuge mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet. Dazu teilte die Staatskanzlei mit:
Richard Fagot aus Tel Aviv hält die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wach: Der Holocaustüberlebende berichtet in den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück von den Gräueltaten der Nationalsozialisten. 1935 als Sohn einer assimilierten polnisch-jüdischen Familie in Lodz geboren, 1940 ins Ghetto Litzmannstadt übergesiedelt, musste er als kleiner Junge in einer Zigarettenfabrik arbeiten. 1944 wurde er nach Ravensbrück deportiert, von dort kam er in das Sachsenhausener Außenlager Königs Wusterhausen. Im April 1945 wurde die Familie von der Roten Armee im Hauptlager befreit. 1950 wanderte sie nach Israel aus. Richard Fagot studierte Medizin und praktizierte viele Jahre als Gynäkologe und Geburtshelfer. Woidke: „Richard Fagot erinnert uns daran, dass Menschlichkeit selbst nach unvorstellbarem Leid nicht verloren gehen muss. Mit Mut und Würde erzählt er seit Jahrzehnten seine Geschichte und macht sie zu einer Stimme gegen das Vergessen.“
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