Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Stiftung an Archiv und Sammlung der Gedenkstätte Ravensbrück

18. April 2019

Vor zwei Tagen erhielt die Gedenkstätte Ravensbrück eine Stiftung für ihre Sammlung und ihr Archiv. Christian Göbelsmann übergab Sammlungsleiterin Dr. Sabine Arend ein mit Unterschriften versehenes Tuch aus dem Nachlass seiner Mutter Mara Zaneva Beltcheva. Anlässlich des 25. Jahrestags der Befreiung am 27. April 1970 trugen sich seinerzeit 40 ehemalige Häftlinge mit Grüßen, ihrer Haftnummer und einem roten Winkel auf diesem Tuch ein und zeichneten mit ihrem Namen, darunter die Tochter von Rosa Thälmann, Irma Gabel-Thälmann, und Erika Buchmann.

Mara Zaneva Beltcheva war am 27. Oktober 1944 in das KZ Ravensbrück deportiert worden. Die im Widerstand aktive Bulgarin wurde als ausgebildete Krankenschwester im Revier eingesetzt. Im März 1945 wurde sie in das Außenlager Schwarzpfost bei Rostock verlegt, wo sie ebenfalls zur Versorgung der Kranken eingesetzt war. Nach dem Krieg kehrte sie nach Bulgarien zurück.

Neben dem Tuch stiftete Herr Göbelsmann Fotografien seiner Mutter sowie weiterer Überlebender des KZ Ravensbrück. Archivleiterin Cordula Hundertmark konnte zudem ein noch unveröffentlichtes Typoskript entgegennehmen, in dem Mara Zaneva Beltcheva ihre Biographie niedergeschrieben hat.

Die Gedenkstätte ist Herrn Göbelsmann sehr dankbar für seine Stiftung, die weitere Einsichten in die sozialen Netzwerke der Häftlinge im Lager und in der Nachkriegszeit ermöglichen werden.

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